Juwelen im Schwarzwald

21 Vorstädte Die Vorstädte des frühen 19. Jahrhunderts markieren die Stadterweiterung außerhalb der Stadtmauern. Die Ooser Vorstadt besitzt mit dem heutigen Hindenburgplatz den wichtigsten städtebaulichen Übergang von der Altstadt zum Bahnhofsviertel (heute Bereich Festspielhaus). Die Lichtentaler Vorstadt kennzeichnet die planmäßige Stadterweiterung im 19. Jahrhundert. Als Entrée in die „Protestantische Vorstadt“ fungiert die ab 1855 errichtete evangelische Stadtkirche. Zwischen Maria-Victoria-Straße und Ludwig-Wilhelm-Straße erstreckt sich ein planmäßig angelegtes Villengebiet mit repräsentativen großen Stadtvillen. Der Bau der Russisch-orthodoxen Kirche mit dem charakteristischen vergoldeten Zwiebelturm wurde 1881/2 durch Spenden finanziert. Die an die Lichtentaler Allee angrenzenden Grundstücke sind große Villen- und Hotelanlagen, darunter das ehemalige Hotel Stéphanie-lesBains (seit 1880 Luxushotel Brenners Parkhotel) sowie das ehemalige Hotel Bellevue. Villenviertel Beutig-Quettig und Annaberg Das älteste Baden-Badener Villengebiet Beutig-Quettig oberhalb des Kurhauses und der Lichtentaler Allee weist eine Vielzahl an repräsentativen historischen Villen auf. Besitzer waren Industrielle, Künstler und Adlige, die ihre Häuser zeitweise vermieteten, oder sich dauerhaft niederließen. Steigende Einwohnerzahlen sorgten um 1902/3 für die Ausweisung des Annabergs als Villengebiet Friedrichshöhe. Dieses Villengebiet besitzt mit der Wasserkunstanlage „Paradies“ eine bedeutende Garten- und Wohnanlage der 1920er Jahre nach Entwürfen Max Laeugers. Lichtentaler Allee Wasserkunstanlage „Paradies“ Russisch-orhodoxe Kirche

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