56 Wenn die Kleinstlebewesen an den Wänden immer größer werden – und spätestens, wenn große Mäusepfoten über den Köpfen entlanghuschen, ist der Mensch angekommen im Universum der Kleinstlebewesen und unter dem Erdboden. Sinnliche Erfahrungen können überall in der Ausstellung gemacht werden: An anderer Stelle dürfen die Gäste – einem Falken gleich – über das Gebiet des Nationalparks Schwarzwald gleiten – indem sie den Flug mit ihrem Körper steuern. Die Ausstellung will informieren und berühren zugleich und hält immer die Verbindung zur Welt draußen. Beim Gang durch den ersten Teil der Ausstellung verändern sich das Licht und die Geräusche, die Stimmung gleitet vom Tag zur Nacht und wieder zum Tag. Im weiteren Verlauf spielen die Jahreszeiten eine Rolle. Und der Raum der Stille am Ende der Ausstellung dient mit seinen großen Panoramafenstern dazu, sich ganz in die eigenen Gedanken und in den Anblick der Natur fallen zu lassen. So kann ein Besuch im Nationalparkzentrum die perfekte Ergänzung zu einem Ausflug im Die Dauerausstellung im Nationalparkzentrum Ruhestein Das Thema ist schon von außen deutlich zu erkennen: Die übereinanderliegenden Riegel des neuen Nationalparkzentrums Ruhestein erinnern an Totholzstämme, die von einem Sturm umgeworfen wurden. Auch innen dreht sich in der multimedialen Dauerausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern alles um Waldwildnis. Geleitet werden die Gäste von keinem Geringeren als dem Wald selbst, der mit Fragen zum Nachdenken anregt. Der Wald erzählt von komplexen Zusammenhängen wie dem Werden und Vergehen, der Vielfalt der Arten und Lebensräume, der Dauer eines Lebens wie das einer Eintags- fliege oder einer Tanne. Der Wald ist der Erzähler und weiht Besucherinnen und Besucher ein in die Geheimnisse der Kommunikation zwischen Bäumen, Pflanzen und anderen Lebewesen im Nationalpark – und er nimmt sie mit in eine spannende Welt tief unter der Erde, die dem Menschen sonst verborgen bleibt. Den Wolf in Ruhe und aus der Nähe betrachten – das geht natürlich nur bei einem präparierten Tier im Museum Die Vogel-Orgel mit einer großen Auswahl an Vogelstimmen Mit etwas Geduld findet man in der Waldszene auch die kleinsten Waldbewohner Von der Waldohreule neugierig beäugt ...
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